Zubereitung
Fleisch auf dem Tischgrill: Temperatur und Garzeiten
Gutes Fleisch vom Tischgrill braucht stabile Hitze, passende Stücke und etwas Geduld. Garzeiten bleiben Richtwerte, weil Dicke, Starttemperatur und Grillfläche viel ausmachen.
Passende Temperatur je Fleischsorte
Für Temperatur und Garzeiten von Fleisch auf dem Tischgrill gibt es keine einzige richtige Einstellung. Ein Tischgrill arbeitet je nach Platte, Thermostat und Beladung anders. Rind verträgt zum Anbraten eher kräftige Hitze, während Geflügel kontrollierter und vollständig durchgaren sollte. Würstchen brauchen gleichmäßige, nicht zu aggressive Hitze, damit die Haut nicht aufplatzt.
Lesen Sie Temperaturangaben am Gerät deshalb als Orientierung. Wichtiger ist das Verhalten auf der Platte: Bräunt das Fleisch zügig, ohne sofort zu verbrennen, passt die Hitze. Tritt sehr viel Flüssigkeit aus und die Oberfläche bleibt blass, ist der Grill oft zu voll belegt oder nicht heiß genug.
Leistungsreserven helfen, wenn kaltes Fleisch aufgelegt wird. Wie Wattzahl und Aufheizen zusammenhängen, erklärt der Ratgeber zur Tischgrill Watt-Leistung. Für passende Bauformen vergleichen Sie unsere elektrischen Tischgrills.
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Preis auf Amazon prüfenGarzeiten für Steak, Geflügel und Wurst
Garzeiten hängen vor allem von Dicke, Fleischsorte, Ausgangstemperatur und gewünschtem Ergebnis ab. Dünne Minutensteaks sind schnell fertig, dickere Stücke brauchen nach dem Anbraten mehr Zeit bei moderater Hitze. Geflügel sollte immer vollständig durchgegart werden; als übliche Empfehlung gilt dafür eine Kerntemperatur von mindestens etwa 75 °C. Bei Hackfleischprodukten ist ebenfalls gründliches Durchgaren wichtig.
Arbeiten Sie bei empfindlichen Stücken besser mit Sichtprüfung, Druckgefühl und bei Bedarf einem geeigneten Küchenthermometer, statt sich starr auf Minutenangaben zu verlassen. Das ist besonders sinnvoll, wenn Sie für Gäste grillen oder verschiedene Stücke gleichzeitig auflegen.
Wurst gelingt gleichmäßiger, wenn sie nicht auf maximaler Hitze liegt. Drehen Sie sie regelmäßig und lassen Sie ihr Zeit, statt die Oberfläche schnell dunkel werden zu lassen. Auf Teppanyaki- oder Plancha-Flächen ist die Kontaktfläche größer; Unterschiede zu klassischen Grillplatten finden Sie im Vergleich Elektrogrill vs. Teppanyaki.
Vorbereitung: Zimmertemperatur und Würzen
Fleisch sollte nicht eiskalt auf die Grillfläche kommen. Lassen Sie es vor dem Grillen kurz temperieren, ohne es unnötig lange ungekühlt stehen zu lassen. Tupfen Sie die Oberfläche trocken, damit sie besser bräunt. Feuchtigkeit auf der Oberfläche führt dazu, dass das Fleisch zunächst eher dämpft als brät. Wichtig für die Hygiene: Verwenden Sie für rohes und gegartes Fleisch getrennte Teller und getrenntes Besteck, damit keine Keime vom rohen Grillgut auf fertige Speisen übergehen.
Beim Würzen reicht oft weniger als gedacht. Salz kann vor dem Grillen sinnvoll sein, stark zuckerhaltige Marinaden verbrennen auf heißen Platten aber schnell. Streifen Sie überschüssige Marinade ab und geben Sie empfindliche Kräuter lieber später dazu. So bleibt der Geschmack klarer und der Grill raucht weniger.
Nutzen Sie nur wenig Öl, besonders bei antihaftbeschichteten Platten. Eine dünne Benetzung genügt meistens. Zu viel Öl spritzt, riecht schneller unangenehm und erschwert die Reinigung.
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Preis auf Amazon prüfenTypische Fehler beim Grillen auf dem Tischgrill
Der häufigste Fehler ist eine überladene Grillfläche. Wenn zu viel kaltes Fleisch gleichzeitig aufliegt, fällt die Temperatur ab. Die Stücke liegen dann im eigenen Saft, statt eine schöne Oberfläche zu entwickeln. Grillen Sie lieber in sinnvollen Etappen und halten Sie fertige Stücke kurz warm, sofern das Gerät dafür geeignet ist.
Ein weiterer Fehler ist dauerhafte Maximalhitze. Sie kann außen schnell dunkle Stellen erzeugen, während dickere Stücke innen noch nicht den gewünschten Gargrad haben. Besser ist: kurz kräftig anbraten, danach die Hitze reduzieren und ruhiger fertig garen lassen.
Auch häufiges Drücken mit der Zange schadet. Dabei tritt Saft aus, die Platte verschmutzt schneller und das Fleisch wird trockener. Wenden Sie gezielt und lassen Sie die Oberfläche zunächst arbeiten.
Ruhezeit nach dem Grillen
Nach dem Grillen profitiert besonders Steak von einer kurzen Ruhephase. Die Hitze verteilt sich gleichmäßiger, der Fleischsaft tritt beim Anschneiden weniger stark aus und die Textur wirkt entspannter. Legen Sie das Fleisch dafür auf einen warmen Teller und decken Sie es locker ab, ohne es komplett einzupacken.
Bei dünnen Stücken fällt die Ruhezeit kürzer aus als bei dicken. Wurst und kleine Stücke können meist direkt serviert werden, sollten aber nicht unnötig lange auf der heißen Platte liegen. Sonst trocknen sie nach oder bekommen bittere Stellen.
Für größere Runden hilft ein klarer Ablauf: erst Zutaten mit längerer Garzeit, dann schnellere Stücke, zuletzt Brot oder Gemüse. Wenn Sie auch flächig braten möchten, lohnt ein Blick auf Teppanyaki- und Plancha-Grills.